Stichwort Schnellsuche

erweiterte Suche

  Benutzername

  

  Kennwort

  

 

Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen

Jahrgang 97, Heft 7, 09-2003

   ausführliche Zeitschriftenbeschreibung

   zurück zum Heft-Überblick

   zurück zum Heft-Inhalt

 



 Insektengiftallergie

Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen

Jahrgang 97, Heft 7, 09-2003

Seiten 461-465 (5)

   Kompletten Artikel im .pdf Format anzeigen

Bernhard Przybilla [1]; Franziska Ruëff

[1] Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität München

Zusammenfassung

Systemische, IgE-vermittelte Soforttypreaktionen (Anaphylaxie) auf Bienen- oder Wespenstiche sind potentiell lebensbedrohlich, sie betreffen bis zu 5% der Bevölkerung. Insektengiftallergie wird durch Anamnese, Hauttests und Bestimmung von Insektengift-spezifischem Serum-IgE diagnostiziert, ergänzende Untersuchungen sind manchmal nötig. Wesentlich ist die Anamnese einer systemischen allergischen Stichreaktion vom Soforttyp, ohne diese sind sonstige “positive” Testergebnisse nicht relevant. Von Insektengiftanaphylaxie betroffene Patienten können durch eine sorgfältig durchgeführte Hyposensibilisierung nahezu immer vor erneuten Reaktionen geschützt werden. Sofern der Therapieerfolg durch einen erneuten, ohne Reaktion vertragenen Stich belegt ist, kann die Hyposensibilisierung oft nach 3 bis 5 Jahren beendet werden. Bei Patienten mit besonderen Risikofaktoren ist die Therapie unter Umständen längerfristig, gegebenenfalls auch lebenslang vorzunehmen.

Abstract

Systemic IgE-mediated immediate type reactions (anaphylaxis) due to honeybee or vespid stings are potentially life-threatening; they are reported in up to 5% of the general population. Insect venom allergy is diagnosed by history, skin testing and measurement of insect venom-specific serum IgE; sometimes additional tests are needed. The diagnosis is based on the history of a systemic allergic immediate type sting reaction, without such a medical history any other “positive” test results are irrelevant. Nearly always, patients with systemic allergic sting reactions can be protected from further episodes of anaphylaxis by a carefullly performed hyposensitization (specific immunotherapy). If therapeutic efficacy has been proven by tolerance of a re-sting, hyposensitization can be frequently stopped after 3 to 5 years. Patients with a particular risk of frequent re-stings or of very severe sting reactions may have to be treated for a longer time, some of them even life-long.

Keywords

Anaphylaxie; Bienengiftallergie; Diagnose; Hyposensibilisierung; Therapie; Wespengiftallergie; anaphylaxis; diagnosis; honeybee venom allergy; hyposensitization; therapy; vespid venom allergy

DOI (Digital Object Identifier):   10.1078/1431-7621-00085


Die Artikel mit den meisten Zugriffen
Patient and citizen participation in health care decisions in Italy (Claudia Goss; Cristina Renzi)
Leitliniengerechte Pharmakotherapie bei herzinsuffizienten Patienten – Gibt es Unterschiede der Behandlung durch Hausä ... (Lorena Dini; Christoph Heintze; Justus Welke; Tanja Stein; Veron ...)
Messung der Patientenzufriedenheit in der Integrierten Versorgung – Eine Pilotstudie mit dem modifizierten ZAP-Fragebogen (Sebastian Braun; Simone Kreimeier; Wolfgang Greiner)
Die "TOP 10" des Journals