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Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen

Jahrgang 100, Heft 6, 09-2006

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 Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma

Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen

Jahrgang 100, Heft 6, 09-2006

Seiten 409-409 (1)

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Hans-Konrad Selbmann [1]

Es ist nicht das erste Mal, dass in der Zeitschrift für ärztliche Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen über das seit 2003 laufende Programm der Nationalen VersorgungsLeitlinien von Bundesärztekammer, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften und Kassenärztlicher Bundesvereinigung berichtet wird. Und dennoch ist es ein erstes Mal, wenn von beteiligten Autoren in kompakter Form und aus ihrer Sicht über die vor kurzem fertig gestellte “Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma” berichtet wird. Transparenz bezüglich Methodik, Ansichten und Absichten der Leitlinienentwickler und Einsichten in die Werkstätten tragen ganz wesentlich zur Akzeptanz von Leitlinien bei.

Nationale VersorgungsLeitlinien sollen nahezu alle Sektoren der Gesundheitsversorgung abdecken – von der primären Prävention über die Früherkennung und Behandlung bis hin zur Rehabilitation. Sie verstehen sich als Behandlungspfade für definierte Versorgungsprobleme, die durch alle Sektoren der Gesundheitsversorgung führen und dabei insbesondere Lösungen für die Nahtstellen zwischen den Sektoren, aber auch zwischen den Disziplinen und Gesundheitsberufen anbieten. Grundlage dafür sind in der Regel hochwertige evidenz- und konsensbasierte Leitlinien für kürzere Versorgungsabschnitte, die von den Autoren mit Rückendeckung ihrer medizinischen Fachgesellschaften bzw. Organisationen erarbeitet wurden.

Die Entwicklung der Inhalte von Nationalen VersorgungsLeitlinien ist eine Sache, die Vorbereitung der Leitlinie auf ihre Implementierung eine ebenso wichtige andere. Was nützt eine methodisch noch so exzellente Leitlinie, wenn sie den Weg in den Versorgungsalltag nicht finden kann. Eine ganz wichtige Rolle bei beiden spielen die Patienten: bei der Entwicklung für die Einbringung der Patientenbedürfnisse und der Patientensicht und bei der Implementierung für die patientenorientierte Aufbereitung. Beides ist bei der “Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma” und der dazu gehörigen Patientenleitlinie erfolgreich gelungen.

Vieles, was jetzt angesichts des Produktes “Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma” als selbstverständlich angesehen wird – z.B. die Integration von allgemein- und fachärztlicher Versorgung, von präventiver und rehabilitativer Medizin oder von Leitlinien-Entwicklung und -Implementierung – ist von den Mitgliedern der Autorengruppen hart erarbeitet worden. Ihre Koordination lag dabei in den bewährten Händen des Ärztlichen Zentrums für Qualität, das es nicht immer leicht hatte, das große Engagement aller Beteiligten in die gemeinsame Richtung zu lenken und dem wir – nicht nur deshalb – zu großem Dank verpflichtet sind.

DOI (Digital Object Identifier):   10.1078/1431-7621-00467


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